Was sind die ersten Schritte zur Automatisierung der Intralogistik?
Eines wurde in den Gesprächen ganz deutlich: Die Automatisierung der Intralogistik ist längst mehr als ein Buzzword. Mobile Robotik kann heute wiederkehrende Aufgaben mit hohen Umschlagmengen effizient und sicher ausführen – und bleibt dabei flexibel für veränderte Prozesse. Doch wie gelingt der Einstieg?
1. Automatisierungspotenziale identifizieren
Zuerst sollten Prozesse und Abhängigkeiten analysiert, Kostenpunkte ermittelt und mögliche Automatisierungspotenziale bewertet werden. Erst wenn die Machbarkeit klar ist und auch das Bewusstsein dafür, was erreicht werden kann, ist der richtige Zeitpunkt gekommen loszulegen. Ein Beratungspartner kann hier mit Expertise und Software bereits unterstützen. Auch Software-Lösungen wie die im Event von MHP vorgestellte Software supply_it kann bei einer intelligenten Materialflussplanung helfen, um unterschiedliche Vorstellungen zu testen.
2. Fokus auf Lösungen, nicht Hardware
Der Use Case entscheidet, welche Lösung bei der Automatisierung der Logistik passt. Eine Bindung an einen einzigen Hardware-Anbieter sollte vermieden werden (Stichwort: Lock-In), da kein Anbieter alles optimal abdecken kann.
3. Mischverkehr und Standards der Roboter-Kommunikation einplanen
Skalierbarkeit und Anpassungsfähigkeit sind entscheidend, wenn sich Unternehmen wachstums- und wettbewerbsfähig aufstellen wollen und ihre Intralogistik automatisieren wollen. Das führt dazu, dass für verschiedene Prozesse unterschiedlichste spezialisierte mobile Roboter – auch von verschiedenen Herstellern – zum Einsatz kommen können.
Dieser Mischverkehr, gemeinsam noch mit den Menschen im Raum, möglichst sicher, effizient aber wenig komplex zu managen ist eine Herausforderung die durch das Stützen auf Kommunikations-Standards wie der VDA5050 und unabhängige Flottenmanagement, wie etwa der FleetExecuter von MHP, gelöst werden kann.
Bei der Auswahl gilt es darauf zu achten, dass auch künftige Wachstumsszenarien möglich sind und Besonderheiten der zum Einsatz kommenden Roboter abgedeckt sind. SOTO z.B. ist ein Multi-Load Roboter. Das heißt, dass er für die Planung seiner Transportkapazität von bis zu 24 KLTs, die auf verschiedenen Ebenen und noch dazu in einer doppeltiefen KLT-Anordnung transportiert werden, eine hohe Anforderung an einen Flottenmanager stellt. Dieser muss in der Lage sein, die Aufträge für Voll- und Leergut KLTs so zu planen, dass SOTO effizient arbeiten kann.
Für eine reine SOTO-Flotte erledigt das der SOTO Fleet Manager. Im Zusammenspiel mit anderen mobilen Robotern braucht es dafür einen übergreifenden Drittanbieter Master Controller.
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4. Mitarbeiter einbinden
Automatisierung in der Intralogistik überträgt Aufgaben vom Menschen auf Roboter. Damit derartige Projekte Akzeptanz finden und Mitarbeitende aktiv zur Optimierung beitragen, gilt es, Ängste abzubauen und Vorteile greifbar zu machen. Ziel ist es, gerade in Hochlohnländern mit Fachkräftemangel, diese Experten genau dort einzusetzen, wo sie wirklich gebraucht werden – etwa in der Fertigung oder Qualitätskontrolle, statt am Steuer eines Routenzugs.
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