bodenbeschaffenheit wichtig fuer betrieb von soto

Boden­qua­li­tät für AMRs in der Intralogistik

Wor­auf es für den auto­no­men KLT-Robo­ter SOTO ankommt

Roboter, Technology

30. Juni 2025

Share

Die Boden­be­schaf­fen­heit ist ein oft unter­schätz­ter Erfolgs­fak­tor für die Auto­ma­ti­sie­rung mit Auto­no­men Mobi­len Robo­tern (AMR) wie unse­rem KLT-Robo­ter SOTO. Sie beein­flusst Navi­ga­tion, Leis­tung und War­tungs­auf­wand maß­geb­lich. Tech­ni­sche Stan­dards wie DIN 18202 bie­ten dabei eine objek­tive Grund­lage zur Bewer­tung von Eben­heit und Tragfähigkeit.

In die­sem Blog­post zei­gen wir, wor­auf es beim Thema Boden ankommt – damit Sie fach­li­che Dis­kus­sio­nen fun­diert füh­ren und Pro­jekt­kos­ten bes­ser ein­schät­zen kön­nen, egal ob im Green­field- oder Brownfield-Ansatz.

Wel­cher Vor­aus­set­zun­gen stellt Logis­tik­ro­bo­ter SOTO an den Boden?

 

Für den siche­ren und effi­zi­en­ten Betrieb von SOTO ist ein ebe­ner, trag­fä­hi­ger, tro­cke­ner und hin­der­nis­freier Boden entscheidend.

Im Gegen­satz zu AGVs folgt der auto­nome Robo­ter kei­nen fes­ten Rou­ten, son­dern navi­giert frei mit Hilfe von Lidar-Sen­so­ren und 3D-Kame­ras. Durch kon­ti­nu­ier­li­che Umge­bungs­scans passt SOTO sei­nen Fahr­weg und seine Geschwin­dig­keit dyna­misch an.

Für den Boden, auf dem er seine Trans­port­auf­träge erle­digt, sind fol­gende Fak­to­ren beson­ders wichtig:

1. Tragfähigkeit: Was muss der Boden tragen?

 

Industrie- und Lagerböden müssen nicht nur die Produktionslinie tragen, sondern auch das zusätzliche Gewicht von Roboter und Ladung – dauerhaft und ohne sich zu verformen.

SOTO wiegt rund 750 kg und kann bis zu 250 kg transportieren. Durch Beschleunigungen und Richtungswechsel entstehen darüber hinaus dynamische Lasten. Aufgrund seiner Bauart und der Radabstände genügt für den Einsatz von SOTO eine Boden-Tragfähigkeit von 1.000 kg/m².

In Brownfield-Projekten sind diese Werte meist bekannt – bei Neubauten sollten sie frühzeitig eingeplant werden. Gern unterstützen wir Sie bei der Einschätzung – telefonisch oder direkt vor Ort.

https://www.magazino.eu/wp-content/uploads/2025/06/Bodenbeschaffenheit-fuer-AMRs-wie-SOTO-wichtig-scaled.jpg

2. Bodenbeschaffenheit: Welcher Boden bietet die richtige Ebenheit und Struktur für SOTO?

 

Für einen reibungslosen Betrieb benötigt SOTO einen ebenen, trockenen Boden ohne große Fugen, Lücken oder Unebenheiten. Ein Boden, wie im Bild ersichtlich, ist denkbar ungeeignet. Auch spiegelnde Oberflächen sollten vermieden werden. Warum?

Bodenunebenheiten oder Neigungen können die Sensorik von SOTO irritieren - der Roboter erkennt dann vermeintliche “Geister-Hindernissen”. In Folge würde der Roboter stoppen oder mit deutlich reduzierter Geschwindigkeit navigieren. Das erhöht den Energiebedarf und beschleunigt den Verschleiß. Ein guter Untergrund hingegen ermöglicht eine ruhige Fahrt, spart Energie und erhöht die Betriebssicherheit. Was ist also die ideale Bodenbeschaffenheit/-struktur für SOTO?

https://www.magazino.eu/wp-content/uploads/2025/06/Unebene-Boeden-ungeeignet-fuer-Betrieb-von-AMR-SOTO-scaled.jpg

Empfohlene Bodeneigenschaften für AMRs im Überblick:

 

  • Flach, eben und stabile: Unebene, nachgiebige oder lose Böden mit Höhenunterschieden über 5 mm können den Betrieb stören und gelten als „Stolperstellen“ für AMRs wie SOTO.
  • Geringe Oberflächenrauigkeit: Raue oder stark strukturierte Oberflächen wie Pflaster, loser Steinboden oder Asphalt beeinträchtigen Traktion, Bremsverhalten und Navigation.
  • Fugenarm & gut verfüllt: Dehnungsfugen sollten möglichst gering gehalten werden. Sie sollten ≤ 10 mm breit sein, plan abschließen und gut verfüllt sein.
  • Trocken & sauber: Feuchte oder ölige Flächen erhöhen den Bremsweg und mindern die Sicherheit.
https://www.magazino.eu/wp-content/uploads/2025/06/Flach-und-Eben-sind-unterschiedliche-Aspekte-scaled.jpg

Geeignete Bodenarten für AMRs wie SOTO:

 

  • Industrieböden mit spezieller Oberflächenbehandlung: Solche Böden sind in Industrieumgebungen oft ideal geeignet, da sie eben, verschleißfest und leicht zu reinigen sind.
  • Versiegelte Betonböden mit geringer Rauigkeit: Sie bietet eine glatte, harte und ebene Oberfläche, die optimal für die Bewegung von AMRs ist. Die Versiegelung des Betonbodens kann helfen, die Oberfläche zu schützen und die Reinigung zu erleichtern.

  • Gut verdichteter, glatter Estrich: Ähnlich wie Beton, stellt Estrich eine glatte und ebene Fläche bereit, die gut für AMRs geeignet ist.

https://www.magazino.eu/wp-content/uploads/2025/04/Logistik-Roboter-SOTO-loest-Probleme-scaled.jpg

Kein Ein­satz im Außenbereich:

 

SOTO ist mit sei­ner Hard­ware und all sei­ner Tech­nik für den Innen­be­reich kon­zi­piert. Außen­flä­chen stel­len durch Uneben­heit, Wit­te­rung und Ver­schmut­zung eine Umge­bung dar, mit denen der Robo­ter nicht kom­pa­ti­bel ist. Außen­fahr­ten sind daher kom­plett zu ver­mei­den. Unsere Exper­ten hel­fen gern bei der Opti­mie­rung Ihrer Transportprozesse.

Pflege und Instand­hal­tung: So bleibt der Boden AMR-tauglich

 

Damit SOTO dau­er­haft rei­bungs­los arbei­ten kann, ist neben der Bau­aus­füh­rung auch die lau­fende Pflege ent­schei­dend. Fol­gende Aspekte soll­ten in die regel­mä­ßi­gen Abläufe ein­ge­plant und nach­ver­folgt werden:

  • Regel­mä­ßige Rei­ni­gung: Fahr­wege soll­ten stets sau­ber gehal­ten wer­den für freie Sen­so­rik und eine rei­bungs­lose Fahrt.

  • Eben­heit prü­fen und erhal­ten: Aus­brü­che, Erhe­bun­gen oder Absen­kun­gen früh­zei­tig erken­nen und bei Bedarf aus­zu­glei­chen, um Stol­per­ge­fah­ren für SOTO zu vermeiden.

  • Fugen­re­pa­ra­tur nicht auf­schie­ben: Schmale, geschlos­sene Fugen sind ent­schei­dend für gleich­mä­ßige Bewegung.

Tipp: Soll­ten tem­po­rär oder gar dau­er­haft unebene Berei­che im Boden auf­tre­ten, kön­nen Sie für diese im SOTO Fleet Mana­ger mit nur ein paar Klicks selbst­stän­dig eine „Lang­sam-Fahr­zone“ definieren. 

Moderne Boden­prü­fung mit digi­ta­len Methoden

 

Sie haben jetzt eine erste Vor­stel­lung davon, wel­che Fak­to­ren für SOTO in Sachen Boden­qua­li­tät wich­tig sind und warum.  Aber wie brin­gen Sie die­ses Wis­sen jetzt in eine Aus­schrei­bung für ein Green­field-Pro­jekt? Wie prü­fen Sie die Böden Ihrer Brown­field-Anlage, um für die Mach­bar­keits- und Wirt­schaft­lich­keitsana­lyse Vor­kos­ten abzu­schät­zen, die mit einer etwa­igen Ertüch­ti­gung der Böden einhergehen?

Für Brown­field-Pro­jekte oder in Zwei­fels­fäl­len reicht meist eine gründ­li­che Begut­ach­tung. Gerne wer­fen auch unsere Exper­ten einen beson­de­ren Blick auf Ihre Böden und spre­chen Emp­feh­lun­gen aus. Falls Sie sich Hilfe von exter­ner Stelle holen wol­len, um Ihre Böden objek­tiv prü­fen zu las­sen, gibt es diverse Dienst­leis­ter auf dem Markt, die Ihnen hel­fen kön­nen. Dienst­leis­ter wie Face Con­sul­tants, z.B. bie­ten prä­zise digi­tale Mess­ver­fah­ren zur Beur­tei­lung von Eben­heit und Tragfähigkeit.

Fazit

 

Ein trag­fä­hi­ger, ebe­ner und gepfleg­ter Boden ist die Grund­lage für den erfolg­rei­chen Ein­satz von SOTO – ganz gleich ob im Neu­bau oder Bestand. Wer diese Anfor­de­run­gen früh berück­sich­tigt, senkt spä­ter Auf­wand, Kos­ten und Risi­ken im Betrieb.

Wir ste­hen Ihnen jeder­zeit für Fra­gen zur Ver­fü­gung. Buchen Sie sich ein­fach unver­bind­lich einen Termin.

Bild­ma­te­rial Boden­be­schaf­fen­heit: ©Face­Con­sul­tants