KLT-Automatisierung als Basis für die Zukunft der Intralogistik
Warum standardisierte KLTs für die automatisierte Materialversorgung mit SOTO entscheidend sind
Business, Roboter, Technology
2. September 2025
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Die Grundlage jeder erfolgreichen Automatisierung liegt in klar standardisierten Prozessen und einer end-to-end-orientierten Logistikplanung. Unter diesen Voraussetzungen kann unser intelligenter Logistikroboter SOTO prozesssicher die Materialversorgung auf der „letzten Meile“ zwischen Lager/Supermarkt und Montagelinie bzw. Spritzgussmaschine übernehmen und klassische Routenzüge ersetzen.
SOTO kann sowohl Vollgut- wie auch Leerguttransporte abbilden. Damit er Kleinteile, Halbzeug und C‑Teile zuverlässig, effizient und skalierbar transportieren kann, braucht SOTO standardisierte Ladungsträger – Kleinladungsträger (KLTs) und durchdachte Prozesse. Eine KLT-Automatisierung ist also die Basis dafür, dass Behälter, Greifer, das interne Rucksack-Regal sowie Quellen und Senken optimal zusammenarbeiten und SOTO seine volle Leistung entfalten kann.
VDA 4500 – Der Standard für SOTO-kompatible KLTs
Der VDA-Standard 4500 definiert die technischen Spezifikationen für KLTs, die sich in der automatisierten Intralogistik entlang der gesamten Logistikkette bewährt haben. Diese Behälter – oder äquivalente Varianten in vergleichbarer Qualität – zeichnen sich aus durch:
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Normmaße für sicheres Handling – auch bei variierenden Behältergrößen und über Lieferketten hinweg.
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Stabile Seitenwände und Böden – wichtig für Klemm- und Greiftechnik sowie das sichere Greifen, Drehen von Behältern mit bis zu 20 kg Gewicht (Dreh-Klemme der Greifeinheit siehe Bild).
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Markierflächen für QR- oder Barcodes – ermöglichen eine eindeutige ID, die systemisch mit der Ware verheiratet wird und Warenbegleitscheine ersetzen.
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Langlebigkeit und Reinigungsfreundlichkeit – für den industriellen Einsatz und effiziente Lagerplanung.
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Ergonomisch gestaltet – an Übergabestationen oder in Umpackprozessen auch für menschliche Kollegen wichtig.
Wichtig zu beachten für die Automatisierung mit SOTO:
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Deckel müssen innenliegend sein – sonst können wertvolle Funktionen von SOTO, wie z.B. das Drehen von KLTs, nicht genutzt werden.
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Folien oder Inlays dürfen nicht überhängen – sie können die Identifikation oder Greifvorgänge stören.
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Kartonagen führen oft zu Fehlern. Falls unvermeidlich, sollten sie frühzeitig in KLTs umgepackt werden.
Praxis-Tipp: Sie haben abweichende Behälter im Einsatz? Wir testen gerne im Vorfeld auf Kompatibilität. Bei erfolgreichem Test erhalten Sie eine projektspezifische Freigabe.
Intelligente Routenplanung und KLT-Handling mit SOTO
SOTO ist mehr als ein Transportroboter – er ist ein autonomer Logistikpartner, der Transportaufträge zu logischen Touren bündelt, ähnlich einem Routenzug, aber flexibler und effizienter.
Seine interne Transporteinheit, der sogenannte Rucksack, kann individuell konfiguriert werden und transportiert je nach Ausführung 8 bis 24 KLT pro Fahrt. Der Rucksack ist in einzelne Ebene unterteilt, die für je einen KLT-Typ genutzt werden. Der Rucksack ist doppeltief angeordnet. Das erhöht die Transportkapazität, führt aber zu Einschränkungen im direkten Zugriff. SOTO folgt daher in der Routenplanung, dem Batching, dem LIFO-Prinzip (Last In, First Out): Das zuletzt eingeladene Behältnis muss als erstes entladen werden.
Für eine effiziente und prozesssichere Materialversorgung bedeutet das:
- Die Reihenfolge der KLT muss vor der Aufnahme an den Roboter übermittelt werden (Stichwort: Sequenzierung).
- Die Tourplanung muss die Zielorte und Entladeabfolge exakt berücksichtigen.
- Vollgut und Leergut müssen vorausschauend geplant und passend zur Routenstruktur gebündelt werden.
Nur so kann SOTO seine Stärken voll ausspielen: hohe Transportkapazität, zuverlässige Belieferung und minimaler Planungsaufwand auf Shopfloor-Ebene.
Welcher KTL muss wohin? Elektronische Transportaufträge als Basis für die KLT-Automatisierung auf SOTOs Touren
SOTO benötigt für jede Transportaufgabe einen elektronischen Transportauftrag. Nur so kann er seine Route planen und Vollgut- wie Leerguttransporte durchführen. Diese können im Push- oder Pull-Prinzip ausgelöst werden:
- Push-Prinzip: Hierbei wird der Bedarf auf Grundlage von Plandaten im ERP-System terminiert. In manchen Prozessen bietet sich das an, führt bei anderen aber zu eingeschränkter Flexibilität und Ineffizienzen bei der Roboterauslastung.
- Elektronisches KANBAN-/Pull-Prinzip: Bedarf wird ausgelöst, wenn Material wirklich verbraucht wurde. Dieses Prinzip ist also bedarfsgesteuert, flexibel und eng an der Realität des Shopfloors ausgerichtet und führt zu einer besseren Roboterauslastung.
SOTO unterstützt beide Varianten, in der Praxis hat sich das Pull-Prinzip für automatisierte Prozesse gut bewährt, wir haben aber auch Kunden, die das Push-Prinzip bevorzugen.
KLT-Automatisierung richtig planen – Lean als Fundament
SOTO ersetzt nicht nur Routenzüge – er bringt Ihre Intralogistik auf ein neues Level. Die Entscheidung für KLT-gestützte Prozesse hat daher Auswirkungen auf die gesamt Logistikplanung Ihres Unternehmens. Ziel sollte stets eine durchgängige, Lean-orientierte end-to-end Planung sein – vom Wareneingang über das KLT-Lager bis hin zur Linie.
Lean-Management Prinzipien sind eine gute Basis für effiziente, skalierbare und nachhaltige Logistiksysteme und eine Automatisierung der Intralogistik. Sie zielen auf eine reibungslose Versorgung von Produktionslinien und eine Erhöhung der Prozessstabilität ab. Sie bauen auf:
- Standardisierung und Reduzierung von Komplexität: Die Definition und Einhalten einheitlicher Prozesse, Schnittstellen und Ladungsträger, so wie das Geringhalten der Variantenvielzahl an KLTs reduziert Fehlerquellen.
- Stabile, kontinuierlich verbesserte Prozesse fördern Planbarkeit und Zuverlässigkeit: Die einfache Zugänglichkeit von Übergaben direkt am Fahrweg hin zum Beispiel fördert die just-in-Time Versorgung der Produktion.
- Verschwendungsreduktion (Muda): Vermeiden unnötige Bewegungen, Optimierung der Lagerhaltung, Reduzierung manueller Transporte, Verhinderung von Wartezeiten und Reduzierung von Fehlgriffen.
- Kontinuierliche Verbesserung der Logistikprozesse (Kaizen) z.B. durch Kürzere Wege, verbesserte Übergabestationen, effizientere Sequenzierungen
- Schaffen von Transparenz: Klare Strukturen im Lager und eine eindeutige Kennzeichnung ermöglicht lückenlose Materialnachverfolgung
- Zugorientierte Materialversorgung (Pull-Prinzip) macht den Materialfluss planbarer. (siehe oben)
Zusätzlich zählen auch Mitarbeiterzentrierung und ergonomische Gesichtspunkte zu den Lean Management Grundsätzen. Zurecht, da gerade in der Intralogistik oft über lange Zeit hinweg große Gewichte gestemmt werden müssen. Dieser Aspekt lässt sich gut durch SOTO automatisieren, damit Mitarbeiter für andere Arbeiten frei werden.
Greenfield oder Brownfield? KLT-Prozesse richtig verankern
Ob im Neubau (Greenfield) oder im Bestand (Brownfield): Entscheidend ist, KLT-basierte Prozesse frühzeitig mitzudenken.
Im Greenfield sollte dies mit eine der ersten Entscheidungen in der Logistikplanung sein. So lassen sich alle Prozesse von Anfang an auf KLT-Handling ausrichten.
Auch im Brownfield-Ansatz lässt sich die Umstellung auf KLT-basierte Prozesse realisieren, erfordert oft jedoch eine clevere Integration in bestehende Abläufe. Umpackprozesse, Quellen und Senken sowie Lagerstrukturen lassen sich auch im Nachhinein anpassen – wenn Potenziale und Grenzen rechtzeitig erkannt und systematisch und mutig adressiert werden.
Praxis-Tipp: Holen Sie sich Hilfe auf Augenhöhe! Wir lassen Sie bei Ihren Planungsprozessen nicht alleine. Unsere Logistik-Experten haben viel Erfahrung mit unterschiedlichsten Herausforderungen und begleiten Sie auf Ihrem Weg, z.B. mit:
- Analyse der bisherigen Logistikprozesse, Erarbeiten neuer Konzepte, Testen von Behälterlösungen
- Lean‑Prozessdesign (Umpacken, Elektr. Kanban, Routenzug‑Ersatz durch SOTO‑Touren)
- Beratung zur Schnittstellenintegration in ERP/WMS/MES etc.
Fazit: Erfolgreiche automatisierte Intralogistik beginnt beim Behälter
Standardisierte KLTs sind kein Detail, sie sind die Basis automatisierter, stabiler Prozesse mit SOTO. Sie ermöglichen:
- Zuverlässige Materialflüsse
- Hohe Tourenauslastung
- Reibungslose Integration in Lean-getriebene Logistik
- Zukunftssichere Skalierbarkeit – im Greenfield wie im Brownfield
Unsere Experten unterstützen Sie gerne in der Planung Ihrer Logistikprozesse und helfen Ihnen, diese bestmöglich und auf KLT basierend aufzusetzen.
Wir freuen uns auf den Austausch mit Ihnen
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