Indus­trie 4.0 hält Ein­zug ins Lager: PUMA, ITG und Maga­zino set­zen gemein­sam Pilot­pro­jekt um

Pressemitteilungen

12. Juli 2017

Share

Die Zukunft hat bereits begon­nen. Unter dem Begriff „Indus­trie 4.0“ wird nicht nur viel berich­tet, son­dern neue Tech­no­lo­gien hal­ten inzwi­schen in fast allen Wert­schöp­fungs­be­rei­chen Ein­zug. So auch in der Logis­tik. Die ITG star­tete jüngst am Stand­ort Schwaig zusam­men mit der Sport­marke PUMA, dem Start-up Maga­zino als Tech­no­lo­gie­part­ner sowie dem Soft­ware­her­stel­ler Giga­ton ein Pilot­pro­jekt. In dem Logis­tik­cen­ter, das die ITG für die PUMA Retail Stores betreibt, kommt seit Mai 2017 ein Kom­mis­sio­nier-Robo­ter zum Ein­satz.

Schwaig, 12. Juli 2017 – Das Pilot­pro­jekt hatte PUMA initi­iert, nach­dem man bei einem Mes­se­be­such auf den Her­stel­ler des Robo­ters, das Münch­ner Start-up Maga­zino, gesto­ßen war. Die Vision des Start-ups ist „das erste selbst­den­kende und selbst­han­delnde Waren­la­ger der Welt“ zu schaf­fen. Bis die hohen Ambi­tio­nen Rea­li­tät wer­den, müs­sen die Geräte im Pra­xis­ein­satz getes­tet wer­den, um mit den dar­aus gewon­ne­nen Erkennt­nis­sen die Ent­wick­lung vor­an­zu­brin­gen. Die ITG war dem Pro­jekt gegen­über von Anfang an auf­ge­schlos­sen. Seit Ende Juli 2016 küm­mert sich ein gemein­sa­mes Pro­jekt­team der betei­lig­ten Unter­neh­men um die Umset­zung.

Mit TORU wird der stück­ge­naue Zugriff auf das ein­zelne, indi­vi­du­elle Objekt ermög­licht und nicht nur auf genormte Ladungs­trä­ger wie Trays oder Kis­ten. Der adap­tive Grei­fer kann ver­schie­dene qua­der­för­mige Objekte grei­fen – von einem klei­nen Taschen­buch über einen Schuh­kar­ton bis zu einem schwe­ren Lexi­kon. Anschlie­ßend kann der Robo­ter das gegrif­fene Objekt in sei­nem Regal zwi­schen­la­gern und direkt zur Ver­sand­sta­tion brin­gen.

TORU lernt beim Picken dazu

Die Hard­ware mit För­der­tech­nik setzt auf bewährte Ele­mente. Neu­ar­tig an die­sem Sys­tem ist die Soft­ware, wel­che Tech­nik und Sen­so­rik mit­ein­an­der ver­netzt. Bei TORU han­delt es sich um einen per­zep­ti­ons­ge­steu­er­ten Robo­ter – dank Kame­ras, Com­pu­ter­vi­sion, zahl­rei­chen Sen­so­ren und dem Ein­satz von künst­li­cher Intel­li­genz kann der Robo­ter seine Umwelt wahr­neh­men, inter­pre­tie­ren und dar­auf basie­rend Ent­schei­dun­gen tref­fen. Dies ermög­licht nicht nur die per­ma­nente Anpas­sung an die Lager­to­po­lo­gie und den Ein­satz des Robo­ters in Arbeits­be­rei­chen gemein­sam mit Men­schen, son­dern auch die eigen­stän­dige Lern­fä­hig­keit des Sys­tems.

Der „neue Kol­lege“ namens TORU unter­stützt nun die Mit­ar­bei­ter der ITG. Die Zusam­men­ar­beit zwi­schen Mensch und Maschine wird durch zahl­rei­che Sen­so­ren am Robo­ter sicher­ge­stellt. Diese erfas­sen per­ma­nent die Umge­bung. Sobald jemand TORU zu nahe kommt, redu­ziert er seine Geschwin­dig­keit und stoppt letzt­end­lich seine Bewe­gun­gen. Das Sys­tem wurde durch die Berufs­ge­nos­sen­schaft und tech­ni­sche Prüf­stel­len abge­nom­men, um die Arbeits­si­cher­heit zu gewähr­leis­ten.

;
;

Zusam­men­ar­beit Mensch – Maschine

Ein gro­ßer Vor­teil ist, dass der Robo­ter unab­hän­gig von Arbeits­zeit­mo­del­len ein­ge­setzt wer­den kann, zum Bei­spiel in einer Spät- oder Nacht­schicht. TORU kommt sogar ohne Hal­len­be­leuch­tung aus, denn mit ein­ge­bau­ten Schein­wer­fern beleuch­tet er seine Arbeits­um­ge­bung selbst. Beson­ders inno­va­tiv und ein ech­ter Plus­punkt bei die­sem Kon­zept ist die agile Gestal­tung des Sys­tems: Der Robo­ter kann ohne Zusatz­auf­wand in andere Berei­che ver­setzt wer­den und lernt diese von selbst ken­nen. Diese Fle­xi­bi­li­tät lie­fert einen gro­ßen Mehr­wert, was PUMA und ITG über­zeugte.

Ziel des Pilot­pro­jek­tes ist einer­seits den Robo­ter beim Ein­satz im Pra­xis­um­feld zu tes­ten. Dabei sol­len Fra­gen zum Ver­hal­ten im Arbeits­um­feld mit Men­schen, Sta­bi­li­tät und Kon­stanz im täg­li­chen Ein­satz sowie Rei­fe­grad der Tech­nik unter Real­be­din­gun­gen beant­wor­tet wer­den. Ande­rer­seits möch­ten die betei­lig­ten Part­ner ver­ste­hen, wie leis­tungs­fä­hig Robo­ter sein kön­nen. Dafür wer­den ver­schie­dene Sze­na­rien dar­ge­stellt, um am Ende Erkennt­nisse zu haben, wie ein idea­les Umfeld für die Tech­nik aus­sieht.

Nach der Ver­knüp­fung der Robo­ter­tech­nik mit dem exter­nen Lager­ver­wal­tungs­sys­tem LogoS von Giga­ton, ers­ten posi­ti­ven Tests und einer Ein­ar­bei­tungs­zeit, wird vor­aus­sicht­lich im Sep­tem­ber der Live­be­trieb des TORU star­ten. Bis dahin wer­den sich die Kol­le­gen sicher­lich einen eige­nen Namen für ihren neuen Kol­le­gen aus­ge­dacht haben.

Profil

Maga­zino ent­wi­ckelt und baut wahr­neh­mungs­ge­steu­erte, mobile Robo­ter. Als das größte Advan­ced Robo­tics-Team in Europa revo­lu­tio­nie­ren wir gemein­sam mit unse­ren Kun­den die Welt der Intra­lo­gis­tik.

Hier kön­nen Sie die Pres­se­mit­tei­lung her­un­ter­la­den:

Download